Die acht BergfreundInnen trafen pünktlich in Luzern ein. Mit dem Tellbus fuhren wir nach Altdorf und weiter mit dem Bus nach Flüelen Gruonbach. Luftig gings mit dem Bähnli in die Höhe über dem blauen Urnersee. Im Bergrestaurant Obersaxen bewirtete uns der Wirt mit einem Startkaffee und frischen Nussgipfel. Voller Tatendrang begaben wir uns auf den Wildheuerpfad, wo bis heute die Tradition des Wildheuens lebendig gehalten wird. Der Weg wurde steil. Der Regen der vergangenen Tage zeigte seine Spuren und wir liefen vorsichtig über den nassen und zum Teil matschigen Weg unserem Ziel näher. Belohnt wurden wir mit einem schönen Mischwald, Sonnenschein, saftigen Wiesen, wunderschöner Flora, dem tiefen Blau des Vierwaldstättersees, einem Gemsi und fröhlichem Vogelgezwitscher. Die Natur zeigte sich von einer enormen Schönheit. Bald sah uns das Kreuz auf dem Rophaien entgegen und wir stapften weiter, bis wir unser Ziel erreichten, wo wir eine wohlverdiente Pause machten.
Weiter wanderten wir runter und rauf über den Grat zum Äbneter Stöckli, welches 10 m höher ist als der Rophaien. Der Rophaien und die Umgebung umschloss sich mit geheimnisvollen Nebel. Bald kamen ein paar Schneefelder, welche wir überquerten. Die Alpenrosen zeigten sich von ihrer besten Seite. Nach einer ausgiebigen Pause nahmen wir den letzten Abschnitt zur Bergstation unter die Füsse. Bei der Bergstation angekommen, mussten wir auf das Bähnli warten und wir verbrachten die Zeit mit Schuhe putzen und Dehnübungen, um den Muskelkater vom steilen Aufstieg zum Rophaien zu lindern.
Text Irene Headd