Manchmal ist die Anreise schon eine grosse Herausforderung. Auf jeden Fall reichte die Zeit für die Wartenden nicht mehr für einen «Koffeinkick». Von unten begutachteten wir die über 700 Meter hohe unzugänglich wirkende Kalkwand, die Simmenfluh. Gut zu wissen: Für den Notfall hat Hans ein Seil eingepackt! Unser Ziel war es zuerst den vordersten Kopf der Simmenfluh, das Sunnighorn zu besteigen.
Wir folgten dem Alpinwanderweg im zickzack den Wald hinauf bis zum Fusse der Felswand.
Dort montierten wir unsere Helme und setzten unsere Tour auf dem perfekt angelegten Steig aus Wander- und Kraxelpassagen mit festinstallierten Drahtseilen fort. Nach einer Stunde gönnten wir uns nach dem schweisstreibenden Aufstieg im Felsloch "Adlerhorst" eine kurze Pause. Nach einer weiteren Stunde standen wir bereits auf dem kleinen zackigen Sunnighorn.
Nebst Mittagsrast und Fotoshooting genossen wir hier die atemberaubende Aussicht auf den Thunersee und ins Berner Oberland.
Danach ging es retour bis zum rechtsabbiegenden westwärts führenden Pfad und schon bald kraxelten wir auf die Mittagsfluh sowie auf das karstige, flache Gipfelplateau des Fliederhorns.
Dem Hürlenigratpfad entlang wanderten wir weiter, bevor wir via Chrindli zur Alp Günzene abstiegen. Nachdem wir am ergiebigen Brunnen unseren Durst mit Gratiswasser gelöscht hatten, ging es im zügigen Schritt Richtung Schattig-Wald, Simmewald retour zum Brodhüsli bzw. Bahnhof Wimmis.
Glücklich, stolz und zufrieden beendeten wir die Rundtour und die einen liebäugelten mit einem Eiskaffee oder ein Cordon bleu als Belohnung für die gemeisterte Wanderung.
Vielen Dank Hans für die großartige abwechslungsreiche Frühlingstour im Simmental.