Früh am Freitagmorgen und mit entsprechend kleinen Augen mischten wir uns unter die bemitleidenswerten Pendler und reisten mit Zug, Postauto und Schneetaxi auf den Julierpass. Nach einigen Stunden stillsitzen machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen an den Aufstieg zum Piz Surgonda. Auf den schweisstreibenden Aufstieg folgte die wohlverdiente Abfahrt, bevor nach einem kurzen Gegenaufstieg die ersehnte kalte Erfrischung in der Chamanna Jenatsch winkte.
Nach einer ruhigen Nacht in der gut gefüllten Hütte machten wir uns am nächsten Morgen auf zum Piz d’Agnel, den es aufgrund des wenigen Schnees ohne Ski zu besteigen galt. Oben angekommen wurden wir mit einem atemberaubenden Bergpanorama belohnt. Weiter ging es zu unserem nächsten Tourenziel, dem Tschima da Flix - nur mit den Ski wurde das nix. Also buckelten wir die Skis und stampften los in Richtung Gipfel. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es über den Vadret Calderas zurück zur Chamanna Jenatsch, wo wir auf der Terrasse das schöne Wetter in vollen Zügen genossen.
Ausgeruht und gestärkt nahmen wird am dritten und letzten Tag den Piz Jenatsch in Angriff. Unter dem Gipfel hiess es abermals raus aus den Ski und rein in die Steigeisen. Wie am Tag zuvor entschädigte die Aussicht auf dem Gipfel sämtliche Anstrengungen. Vorbei am Piz Laviner fuhren wir Preda und somit dem Frühling entgegen. Entsprechend weniger wurde der Schnee. Dank einem engagierten Schlusssprint erwischten wir schliesslich auch unseren Zug zurück in den Alltag.
Vielen Dank Roger für die Planung, Organisation und Durchführung dieser grandiosen und abwechslungsreichen Tour.
Geschrieben von Dario Schürmann.