Passend zum astronomischen Frühlingsbeginn und zum Fest der Sommersonnenwende trafen wir uns am Samstagmorgen ganz entspannt – beziehungsweise für die zehn langjährigen SAC-Mitglieder ungewohnt spät – morgens um zehn in Göschenen.
Nach der Kaffeerunde auf dem Oberalppass führte uns die vorgespurte Route bei angenehm milden und sonnigen Verhältnissen zum Piz Cavradi. Auf dem Cavradi-Gipfel erlebten wir die Vorboten des nächtlichen Wetterumschwungs: Wolken zogen auf und die ersten Schneeflocken fielen.
Nach dem Abstieg erwarteten uns am Spätnachmittag die offene Tür der Camona da Maighels CAS und abends ein feines Hüttenznacht.
Am nächsten Morgen wechselten wir vom mediterranen Lebensstil – späte Tagwache, Sonne, Wärme, Frühlingsgefühle und italienischen Namen ennet der Tessiner Kantonsgrenze – zurück in den Kanton Uri. Morgens um halb acht starteten wir unsere Tour nach Norden.
Vor der Maighelshütte lag nach den nächtlichen Stunden rund 25 cm Neuschnee und das Wetter wechselte von frühlingshaften Verhältnissen zu kalten Temperaturen, Nebel und Wind. Diese neue Ausgangslage führte zu zwei verschiedenen Angeboten. Die acht Teilnehmenden konnten zwischen dem Menü von Hans Fischer, bestehend aus Maighelspass, Vermigelboden und Unteralptal, oder der Offerte von Beni Steinmann mit direktem Rückweg nach Andermatt wählen.
Die Gruppe von Hans schlängelte sich Richtung Maighelspass. Abwechslungsweise wurde durch den tiefen Schnee gespurt, während der Wind um die Ohren wehte. Gratulationen auf dem Pass und eine kurze Pause, bevor es vorbei an der Vermighelhütte durchs Unteralptal nach Andermatt ging.
Einen herzlichen Dank an Hans und Beni für die kompetent geführte Zweitagestour.