Piz Palü, 3905 m

Ausweichtour: Tagestour auf den Hächle bei Sörenberg

Tourenbericht Schneeschuhtour zum Piz Palü – ca. 1900 hm = Hächle, 2088 m

André Wiederhold, Tourenleiter

Die Tour in den Festsaal der Alpen wurde von den Teilnehmern mit grosser Vorfreude und bester Vorbereitung erwartet. Eine Teilnehmerin stählte Ihren Körper in den Wochen zuvor mit intensivem Fitnesstraining im Glauben sonst der Speedgruppe nicht nachkommen zu können.
Als ich dann ein Wochenende zuvor drei sonnige Tage als Spontantour im Glarner Land anbieten konnte, bezweifelte ich bereits, dass die Glücksträne mit dem Wetter so weitergehen konnte. Aber dass es so heftig kam hatte wohl niemand erwartet. Nach den starken Neuschneefällen konnte ich zumindest mit der Diavolezza Hütte aushandeln, dass wir erst am Freitag stornieren durften. Dies tat ich dann auch, da die Lawinenstufe auf 4 anstieg und auch für den Sonntag kein gutes Wetter prognostiziert wurde. Dann ging es wieder los - googeln auf allen Kanälen um noch eine kleine Ausweichtour anbieten zu können. Viel kam mir nicht in den Sinn, da ja überall gefährlich viel Schnee lag. Am Freitag kam dann die Schneedecke etwas zur Stabilisation, und so gab ich mir einen Ruck und bot kurzerhand eine Tagestour zur Hächle in der Schrattenflue Region an. 1 Teilnehmerin war mittlerweile leider krank, der andere Mann im Harem wohnt im Bündnerland und schied aufgrund langer Anfahrt aus. So durfte ich dann mit den verbliebenen drei Damen Jootje, Margit und Sandra zum Hächle losziehen. Wir waren nicht die einzigen und folgten unauffällig einer Tourengruppe, die mit den wechselnden Schneeverhältnissen ihre Mühen hatten. Für sie war es kein Abfahrtgenuss, aber mit den Schneeschuhen kamen wir in beiden Richtungen gut voran. Trotz starkem Sturm am Gipfel musste uns unbedingt Margit noch ihr neues Südtirol Tshirt präsentieren. Leider sahen wir nicht den Langkofel, zum Trost aber die Berner Viertausender. Wir alle hatten uns auf den Palü gefreut, doch auch der Hächle erfüllte unsere Gipfelgier. Bei viel Sonne pflügten wir durch den Sulzschnee mit ständigem Blick zum Eiger und genossen eine andere Strecke als beim Aufstieg. Minutiös erreichten wir den Postbus und kamen schnell zur gemeinsamen Entscheidung, die schöne Tour in Schüpfheim gebührend zu feiern. Sämtliche Cafés und Restaurants waren leider nachmittags geschlossen, sodass die Frauen im Kiosk und der Tourenleiter im Landi fündig wurden. Wir waren froh etwas unternommen zu haben. Liebe Teilnehmerinnen, danke für Eure Flexibilität und Bescheidenheit – es können auch mal 2000 Meter weniger sein.

(Foto: André Wiederhold)
(Foto: André Wiederhold)
(Foto: André Wiederhold)
(Foto: André Wiederhold)
(Foto: André Wiederhold)
(Foto: André Wiederhold)
(Foto: André Wiederhold)
(Foto: André Wiederhold)
(Foto: André Wiederhold)