Bergrettung
Weshalb braucht der SAC Pilatus eine Bergrettung?
SAC Sektionen, deren Einzugsgebiet nicht leicht zugängliches Gelände beinhaltet (bei uns also Rigi und Pilatus), betreiben eine Rettungsstation. Wir sind somit in die allgemeine Alarmorganisation des öffentlichen Rettungswesens eingebunden und werden aufgeboten, wenn Polizei oder Feuerwehr aus alpintechnischen Gründen nicht in der Lage sind zu helfen. Unser Einsatzspektrum reicht von der Suche nach vermissten Personen, über das Bereitstellen von Suchmannschaften bei Lawinenverschüttungen bis hin zum Bergen von Personen und Gütern in schwierigem Gelände. Unsere Partner sind dabei die REGA, die Kantonspolizei, die Feuerwehr und die angrenzenden Rettungsstationen.
Wie ist die Bergrettung organisiert?
Die Rettungsgruppe des SAC Pilatus zählt 25 Mitglieder, die sich mit Weiterbildungen in Medizin, Alpintechnik, Orientierung und allgemeiner Rettungsorganisation auf die möglichen Aufgaben vorbereiten. Die Alarmierung erfolgt jeweils durch die Kantonspolizei oder durch die REGA über Telefon oder Pager. Eine Pikettorganisation im eigentlichen Sinne gibt es bei uns jedoch nicht. Diese wäre der kleinen Gruppe zeitlich kaum zumutbar und könnte auch nicht finanziert werden.
A propos Finanzierung: Über den SAC Schweiz wurde die Rettungsstation mit Material eingedeckt und dank der Unterstützung der Gemeinde Kriens ist es uns möglich, das Depot ohne Zusatzkosten zu betreiben. Die Weiterbildungen müssen jedoch aus den Entschädigungen der Einsätze und sonstigen Einnahmequellen berappt werden.
Wie oft kommen wir zu Einsätzen?
Sei dem 1. November 2001 sind wir bereit und waren innerhalb eines Jahres bei 4 Einsätzen involviert. Auf Grund der Erfahrungszahlen der Kapo Luzern kann dabei von einem durchschnittlichen Jahr ausgegangen werden. Bei einer Suche nach einem abgestürzten Berggänger waren 9 Retter beteiligt, während bei den anderen Einsätzen jeweils nur 2-5 Personen unserer Station beteiligt waren.
Markus Käppeli
Rettungschef Sektion Pilatus


