FaBe Lager Bächlitalhütte vom 4. – 9. August 2008
Montag, 4. August 2008
Am Montagmorgen trafen wir uns beim Parkplatz unter der imposanten Rhätherichsboden -Staumauer. Dort trafen wir viele bekannte Gesichter – und auch unbekannte, dies weil es dieses Jahr nur noch ein FaBe-Lager gab. Wir fassten unsere Kletterausrüstung (dieses Jahr gab es keinen Milk-Energy-Drink dafür einen Energie-Vorrat in Form von Traubenzucker) und marschierten los. Am Anfang ging es über die Staumauer, die vor allem die jungen Geister wie Zafira, Mario und Linus beeindruckte. Danach ging es bereits steil bergauf, was die einten zu Verschnaufpausen zwang. Dadurch erreichte der Tross bald einmal die Länge von mehreren hundert Metern. Zum Glück gab es bald eine Pause. Gemäss den Kindern war der Rastplatz sehr gut ausgewählt, da er an einem kleinen Bächlein war, welches sich ideal zum Stauen eignete. Dann ging es über die Schwemmebene. Nun sah man auf einem Felsvorsprung die Bächlitalhütte, welche wir nach einem letzten Aufstieg auch problemlos ereichten.
Nach dem Einrichten gab es eine Vorstellungsrunde. Danach lernten oder repetierten wir die wichtigsten Knöpfe. Das Znacht kam bei den meisten hungrigen Bäuchen gut an. In der Nacht schliefen nur die mit einem tiefen Schlaf gut.
Kajo Krummenacher
Dienstag, 5. August 2008
Heute stand Felsklettern in der Umgebung der Hütte auf dem Programm! Frisch gestärkt vom guten Frühstücksbuffet begaben wir uns alle zusammen zum Seelein unweit der Hütte und von da in 10 Minuten in westlicher Richtung zu den Felsen hinauf. Dort angekommen, sahen wir mit Freude, dass die Leiter bereits Slackline und Tyrolienne eingerichtet hatten. Zuerst galt es aber, unsere Anseilgurten und die Kletterhelme richtig anzuziehen und anzupassen. Alle wurden von den aufmerksamen Leitern aufs Genauste gecheckt, schliesslich sollte das Gstältli für die ganze Woche perfekt sitzen. Das Lager wurde dann in zwei grosse Gruppen aufgeteilt und an verschiedenen Felsen „top rope“ geklettert. Auch das Abseilen mit Abseilachter und Selbstsicherung konnte geübt werden. Den Bedürfnissen entsprechend wurden Routen ausgewählt und Erfahrungen gesammelt. Das war super! Das Wetter, - anfangs noch etwas kühl -, spielte gut mit. Zurück in der Hütte wartete ein feines Curry auf uns.
Familie Piazza Füllemann
Mittwoch, 6. August 2008
Der heutige Tag wird vielversprechend, zeigt sich doch zum einen die Bergkulisse vor blauem Himmel und zum andern sind alle TeilnehmerInnen gespannt auf die Mehrseillängen-Kletterei. Die Erwachsenen und die Kinder wurden nach Ihrem Können in verschiedene Gruppen aufgeteilt. So steht ein Grüppli unter Pädi’s Führung beim Einstieg einer der vielen attraktiven Mehrseillängen Route an der Bächliplatte. Ein anderes übt sich mit Paul im Klettergarten im frei schwebenden Abseilen und die Kinder üben sich ebenfalls in Mehrseillängen-Routen unter- und oberhalb der Hütte. Jeder und jede wurde nach den persönlichen Wünschen gefordert und gefördert.
Anita, Jürg, Philipp und Roman Renner
Donnerstag, 7. August 2008
Der tolle Tag begann mit viel Sonne und stahlblauem Himmel. Am «halbi nini vor der Hitte» zogen fünf Erwachsene mit Pädi los auf den Grat des Älplistocks um luftige Höhen, tolle Weit- und «gfürchige» Talblicke zu geniessen. Paul nahm mit drei Mannen eine Spezialmehrseillängentour in Angriff. Während die jüngsten Teilnehmenden bei einem überhängenden Fels abseilen durften, marschierte der ganze Rest Richtung Badiseeplatz. Dort wurde vorbereitet für die Mehrseillängentouren. Gruppenweise marschierten wir zum Fusse des Felsen. An diesem Fels gab es drei verschiedene Routen nebeneinander, es wurde parallel geklettert, bei den Ständen konnten so auch die andern Seilschaften bewundert werden. Um die Mittagszeit trafen alle wieder bei den Badeseen ein, wo natürlich gegessen und sogar im sehr kalten Wasser gebadet wurde. Fleissige Träger hatten in der Zwischenzeit bereits unsere Wanderschuhe wieder nach oben geholt – danke den Sherpas. Ein kurzer Regen machte den Klettergarten am Nachmittag glitschig, so waren wir für einmal früh zurück in der Hütte. Dies gab dafür Gelegenheiten zum Lesen, Ausruhen, Plaudern oder Spielen (wer hat keine Löffel?) und zum Geburtstag feiern. Luca und Elena wurden nämlich 12 und 10 Jahre – die drei köstlichen Brownieskuchen reichten für das ganze Fabelager.
Ruth, Fritz, Luca, Elena und Maurus Steiner
Freitag, 8. August 2008
Eine neue Seilschaft machte sich wiederum mit Pädi auf den Weg zum Alplistock. Die übrigen hatten den Bächligletscher auf dem Programm. Der Nebel begleitete uns auf den kühlen Gletscher. Die Kinder pickelten, kaum angekommen, gleich los und bauten in kurzer Zeit einen kleinen Gletschersee. Die Grösseren montierten sich die Steigeisen und liefen mit Markus ein Stück über den Gletscher. Markus zeigte uns Sicherungs- und Rettungstechniken. Wir montierten mit ihm eine Verankerung, einen Flaschenzug und eine Sanduhr. Gut fand ich die praktischen Gehübungen mit Steigeisen und Pickel bis zum Sprung über eine Gletscherspalte. Material- und Wetterkunde rundeten den Lehrgang ab. Nachmittags bot eine neue Tyrolienne eine kleine Kinderüberraschung. Lange konnten die Kinder nicht durch die Luft fliegen, da bald Regen einsetzte. Zur Auswertung des FABE-Lagers 2008 setzten wir uns vor dem Abendessen in eine grosse Runde. Allgemein machte sich grosse Zufriedenheit breit und viel Lob für die Leitung. Für 2009 schlägt Pädi Röthlin ein reines Kletterlager in der Nähe von Locarno vor. Der Vorschlag kommt gut an. Einige vermissen die Möglichkeit von Hochtouren und wünschen sich für 2010 dann wieder ein Lager in den Bergen. Für die Organisation des FABE 2009 stellt sich Anita Renner zur Verfügung. Sie will dieses Amt nur interimistisch für ein Jahr übernehmen. Für die gelungene Organisation des FABE 2008 gab es für Aldino Ragonesi viel Dank und einen kräftigen Applaus. Am Abschlussabend stand ein „Wetten, dass“ auf dem Programm.
Spillmann Clemens
Samstag, 9. August 2008
Wir konnten heute leider nicht ausschlafen, weil das Postauto um 11.30 Uhr fuhr und einige mit dem Postauto nach Hause gingen. Die Tagwache war um 7.00 Uhr , weil es um 7.30 Uhr bereits das Frühstück gab. Nach dem Morgenessen packten alle ihre Rucksäcke und räumten ihre Zimmer auf. In kürze waren alle Teilnehmer bereit für den Abmarsch. Als die Finken aufgeräumt und die Seile verteilt waren, gab es noch Applaus für das Team der Bächlitalhütte weil sie uns so gut verpflegten. Dann machten wir uns auf den Weg Richtung Tal. Unterwegs, als wir eine Pause einlegten, machten wir noch ein Gruppenfoto. Viele Kinder benützten natürlich sofort das Wasser zum spielen. Sie leiteten die Bäche um und stapelten die Steine aufeinander . . . .Auch das letzte Stück Weg haben wir unfallfrei hinter uns gebracht. Wir haben eine wunderschöne, lehrreiche und kameradschaftliche Woche miteinander verbracht. Nun freuten wir uns auf eine warme Dusche und ein breiteres Bett….:-)Wir danken natürlich noch ganz herzlich all den Leiterinnen und Leiter, vor allem aber Aldino für das super organisierte Lager.Es war super!
Esther Degen

